Homogenisierung

Nutzen Sie unser GEO8 in Gebieten mit vorwiegend digitalisierten Koordinaten dazu, das Kartenbild homogen an neu bestimmte Punkte anzupassen.

Seit 2019 ist die Homogenisierung von Flurkarten zu einer Pflichtaufgabe für alle Vermessungsstellen in Schleswig-Holstein geworden.

Nach Bekanntwerden dieses Vorhaben, haben im Jahr 2016 drei Softwarehäuser Interesse bekundet, Lösungen für diese neue Anforderung zu schaffen.

Aktuell können nur wir, in Kombination mit Systra eine Lösung in Schleswig-Holstein anbieten können. 

Anfang September 2018 hattte das LVermGeo Kiel die Vermessungsstellen und uns zu Workshops zu diesem Thema eingeladen. 

Dort haben wir unsere Lösung vorgestellt.

Wir halten, was wir versprechen!

In einem neuen Video können Sie sich ein Bild davon machen, wie das schon für die Ausgleichung bewährte Gespann GEO8/Systra die Homogenisierungsaufgabe löst.

 

Der folgende Text wurde der Internetseite  ww.technet-gmbh.com entnommen. Die Firma Technet ist Hersteller der Software "Systra" und unser Partner.

Ablauf einer Homogenisierung (nachbarschaftstreue Anpassung)

Der Beobachtungstyp digitalisierte Koordinaten weist gegenüber anderen Beobachtungstypen eine Besonderheit auf: Die Beobachtungen unterliegen einer streckenabhängigen Korrelation. Der Berechnungsschritt Homogenisierung dient der Modellierung eben jener Korrelationen. Zu diesem Zweck werden die ursprünglichen digitalisieren Koordinaten durch Nachbarschaftsbeobachtungen ausgetauscht. Alle anderen Beobachtungen verbleiben unverändert im Ausgleichungsmodell.

Von einigen digitalisierten Objekten (z.B. Häusern) sind bestimmte geometrische Eigenschaften wie Rechtwinkligkeit, Geradlinigkeit oder Parallelität bekannt. Diese Bedingungen werden als Beobachtungen in das Homogenisierungsmodell eingeführt.

Die Nachbarschaftsbeobachtungen werden automatisch aus den digitalisierten Koordinaten generiert. Hierzu wird über alle Punkte eines digitalisierten Systems eine Delaunay-Triangulation durchgeführt. Entlang entstehenden Dreiecksseiten werden Koordinatenunterschiedsbeobachtungen eingeführt. Die Beobachtungswerte dieser Beobachtungen ergeben sich aus den digitalisierten Koordinaten der beteiligten Punkte.

Das stochastische Modell dieser Beobachtungen ist so gewählt, dass das entstehende Dreiecksnetz bei Verformung das Verhalten einer elastischen Membran aufweist. Es sei darauf hingewiesen, dass an diesem Ausgleichungsschritt alle Beobachtungen, auch Bedingungen und geodätische Messwerte, gleichberechtigt teilnehmen. Auf diese Weise kommt es nicht zu Verletzungen der Nachbarschaftsgeometrie, wie sie bei der sonst üblichen sequentiellen Berechnung auftreten.